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Leiter*in werden

Ab dem 17. Lebensjahr könnt ihr bei uns eine Gruppe mitleiten — ehrenamtlich, mit Ausbildung und immer im Team.

Pfadfinden funktioniert, weil Menschen ihre Zeit hineinstecken. Niemand verdient hier etwas — und trotzdem finden sich Jahr für Jahr Leute, die eine Stufe übernehmen. Warum, versteht man meist erst nach dem ersten Lager.

Was ihr mitbringen solltet

Lust auf die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Verlässlichkeit — eine Gruppe merkt sofort, wenn jemand nur manchmal da ist. Und Freude daran, Dinge gemeinsam zu planen, statt sie allein durchzuziehen.

Selbst Pfadfinder*in gewesen zu sein ist schön, aber keine Bedingung. Ein guter Teil unseres Leitungsteams ist als Quereinsteiger*in dazugekommen.

Womit ihr rechnen müsst

Wir sagen das lieber offen als hinterher. Wer weiß, worauf er sich einlässt, bleibt länger dabei.

  • Die Heimstunde

    ca. 2 Stunden pro Woche

    Freitagabend, während des Pfadijahres. Dazu kommt die Vorbereitung im Team.

  • Die Ausbildung

    4 Wochenenden

    Verteilt über einen längeren Zeitraum, nicht am Stück.

  • Lager und Aktionen

    14 Tage im Jahr

    Zehn Tage Sommerlager und zwei Wochenenden. Wie viel man mitfährt, wird im Team abgesprochen.

Die Ausbildung

Ihr werdet nicht ins kalte Wasser geworfen. Die Pfadfinder und Pfadfinderinnen Österreichs bilden ihre Leiter*innen aus — im Kern sind das vier Wochenendseminare, die aufeinander aufbauen und über einen längeren Zeitraum verteilt sind. Es geht dabei um Gruppenpädagogik, um die Methoden der jeweiligen Stufe und um alles Praktische von Aufsichtspflicht bis Lagerorganisation.

Die Seminare organisiert der Landesverband. Genaueres steht bei den Pfadfinder*innen Oberösterreich und beim Bundesverband.

Die Kosten der Ausbildung übernimmt die Gruppe. Öffi-Tickets und Fahrtkosten zu den Seminaren lassen sich über den Landesverband Oberösterreich verrechnen.

Ihr steht nie allein vorne

Jede Stufe wird von einem Team betreut, nicht von einer Person. Man übernimmt also nicht „eine Gruppe", sondern steigt in ein bestehendes Team ein — mit Leuten, die schon wissen, wie es läuft.

Am Anfang schaut ihr mit, übernehmt einzelne Programmpunkte und wachst hinein. Niemand muss in der zweiten Woche eine Heimstunde allein halten.

In welcher Stufe?

Das müsst ihr nicht vorher wissen. Wer neu dazukommt, kann gerne in mehrere Stufen hineinschnuppern und schauen, wo es passt — mit Zehnjährigen zu arbeiten ist etwas völlig anderes, als eine RaRo-Runde zu begleiten, und das merkt man erst, wenn man beides einmal erlebt hat.

Die einzige Einschränkung ist ein sinnvoller Altersabstand zur Gruppe. Was dabei passt, besprechen wir gemeinsam.

Schaut euch die Stufenseiten an und sagt uns, was euch anspricht. Ein paar Heimstunden mitlaufen, bevor ihr euch festlegt, ist ausdrücklich vorgesehen.

Und wenn es doch nicht passt?

Dann sagt ihr das. Es ist niemandem gedient, wenn jemand aus Pflichtgefühl weitermacht — den Kindern am wenigsten. Lieber ein halbes Jahr mit voller Überzeugung als drei Jahre widerwillig.